Gespräch mit Julia

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00:00:05: Herzlich willkommen bei Dazwischen Ankommen,

00:00:08: dem

00:00:08: Københavnistas Podcast.

00:00:10: Was bedeutet es eigentlich in einem neuen Land anzukommen?

00:00:14: Und wann ist man überhaupt angekommen?

00:00:17: Hier erlebt die Geschichten von Aufbruch und Neuem zu Hause, von Mut auch Zweifeln und Zugehörigkeit – und von alldem was dazwischem passiert

00:00:27: persönlich ehrlich

00:00:29: und mitten aus

00:00:30: dem Leben

00:00:30: deutschsprachiger Frauen hier im Kuppenhagen.

00:00:33: Ich

00:00:33: bin Imke und hoste diesen Podcast gemeinsam

00:00:36: mit Kerstin,

00:00:37: der Gründerin der Københavnistas.

00:00:40: In jeder Folge begegnen wir einer Frau und ihrer ganz eigenen Geschichte vom Leben

00:00:44: und Ankommen hier in Dänemark.

00:00:46: Schön, dass du dabei bist!

00:00:55: Hallo zusammen und herzlich willkommen zu unserer ersten Folge mit Gast bei dem Podcast Dazwischen Ankommen.

00:01:03: Mir gegenüber sitzt die wunderbare Imke und auch unser Gast heute Julia.

00:01:08: Schön das du da bist.

00:01:09: Wir freuen uns wirklich sehr, mehr über dich zu hören.

00:01:12: Danke für die Einladung!

00:01:15: Und lass uns doch einfach mal da anfangen.

00:01:18: Hattest du diese Woche irgendeinen dänischen Moment?

00:01:22: Einen dänischem Moment? Den habe ich ständig.

00:01:26: Ja, sehr gut ja auch so besser.

00:01:29: Lass uns dran teilhaben.

00:01:32: Ich lebe mit einem Dänen zusammen, das heißt dadurch ist es im Alltag schon sehr viel dänisch .

00:01:40: Arbeitsmomente, die dänisch sind.

00:01:41: Also mir fehlt jetzt so prinzipiell keiner direkt ein aber ich würde einfach sagen eine Alltag ist schon einfach sehr dänischer.

00:01:47: Ja, dänische Arbeitszeiten was vielleicht ja dänisch ist.

00:01:57: Das heißt du fühlst dich schon richtig angekommen

00:02:00: im dänischen?

00:02:02: Angekommen.

00:02:03: also ich habe auf jeden Fall hier mein Alltag und bin sehr gesattelt hier und meinen ja mein Alltag findet hier statt.

00:02:10: Also eher angekommen als dazwischen.

00:02:12: Unser Podcast heißt ja

00:02:13: Dazwischen Ankommen.

00:02:15: Gute Frage, das frage ich mich manchmal selber auch.

00:02:18: Ich würde schon sagen, angekommen trifft es besser.

00:02:22: Aber natürlich bin ich trotzdem noch... Mein Heimat ist trotzdem Deutschland aber ich fühle mich schon sehr angekommen hier.

00:02:31: Dann erzähl uns

00:02:33: doch mal, wie kam

00:02:34: es dass du hier, dass wir uns heute in Kopenhagen treffen?

00:02:37: Wie hast du nach Dänemark

00:02:39: gefunden?

00:02:40: Ja, also das ist ... es gab nicht so diesen einen ganz speziellen Moment oder diesen einen Umzugstag.

00:02:49: Das war ein bisschen so'n schleichender Prozess.

00:02:52: Ich hab schon als ich noch in Deutschland gelebt habe in einem dänischen und großen Unternehmen gearbeitet.

00:02:58: Noch in Hamburg aber das war halt ein dänisches Unternehmen.

00:03:03: Bin dadurch schon öfter mit der Arbeit nach Dänemark gekommen für Workshops, für zwei drei Tage. Und dadurch war Dänemark schon immer sehr präsent.

00:03:11: Ich war früher sogar, wenn ich noch weiter zurückgehe in meiner Kindheit, immer im Dänemark-Urlaub – also da war Dänemark auch schon sehr präsent, genau.

00:03:18: Im Segelboot.

00:03:18: tatsächlich bin ich ... oder meine Sommer waren immer im Segelboat und Dänemark... Eigentlich müsste ich noch wieder zurückgehen, ja so da war die Verbindung zu Dänemerck schon da.

00:03:28: Und dann wie gesagt als ich angefangen habe zur Arbeit, das hab' ich, mein erster Job war in einem großen dänischen Unternehmen und hatte immer diese dänische Kultur, diese Arbeitskultur ein bisschen Ja, präsent.

00:03:40: Und dann bin ich halt wie gesagt auch ab und zu für so Workshops und so weiter nach Dänemark gekommen, für ein paar Tage, wo ich dann meinen jetzigen Freund kennengelernt habe als ich dann ab und zumal in Dänemack war.

00:03:53: und das war dann der Grund warum ich vollständig

00:03:56: nach Dänemack gegangen bin.

00:03:58: Und war das schon immer im

00:03:59: Kopenhagen?

00:04:01: Es war immer am Kopenhagen!

00:04:03: Also die ersten knapp drei Jahre hab' ich in Kuppehagen gelebt, in Frederiksberg und die letzten vier Jahre wohne ich ein bisschen außerhalb von Kopenhagen.

00:04:13: Und arbeitest du aber

00:04:18: in Kopenhagen?

00:04:20: Großraum-Kopenhagen, in Lynge.

00:04:24: Ja, ist ein bisschen außerhalb

00:04:25: vom Kopenhagen.

00:04:26: Was aber ganz gut zu deinem Wohnort passt, oder?

00:04:28: Total!

00:04:29: Das sind ungefähr zwanzig Minuten entfernt.

00:04:33: War das

00:04:33: ganz früher, als du den ersten Job damals hattest?

00:04:35: Das dänische Unternehmen in Deutschland.

00:04:36: War das Zufall?

00:04:37: Oder meinst du, du hast durch diese Dänemark-Verbindung auch aus deiner Kindheit vielleicht ein paar positive Erfahrungen mitgenommen und dann dich ... war das ein Aspekt in der Bewerbung?

00:04:48: Ja, gute Frage!

00:04:49: Das frage ich mich manchmal auch. Wenn man sich so zurück überlegt, okay wie kommt's eigentlich, wie mein Leben jetzt aussieht, dann denke ich das manchmal auch.

00:04:57: Ich glaube, da war ich schon ein bisschen skandinavisch geprägt.

00:05:00: Ich weiß auch, mein Papa hatte früher, als ich Kind war, hat er einfach mal einen dänischen Kurs gemacht.

00:05:05: Also ich glaube, der war ja schon so... Da war es so genau.

00:05:10: Also konnten Sie auch gut verstehen,

00:05:12: als du dann gesagt hast, dass ich sie jetzt nach Kopenhagen konnte.

00:05:14: Ja doch!

00:05:15: Das war auf jeden Fall kein großes... Ich musste die nicht groß überzeugen, nicht, dass ich das hätte machen müssen.

00:05:22: Aber es

00:05:24: ist ja immer schön die Unterstützung zu merken von der eigenen Familie.

00:05:28: Ansonsten kriegt man dann schon auch trotzdem irgendwie ein schlechtes Gewissen, weil das weiter weg ist und, dass man halt nicht

00:05:33: immer

00:05:33: so präsent ist.

00:05:34: Natürlich auch wenn die Eltern etwas älter werden kann sich einem schon ab und an mal das schlechte Gewissen einschleichen.

00:05:39: aber wenn man prinzipiell weiß... Das sie es gutheißen und da einen unterstützen, das ist schon auch viel

00:05:45: wert.

00:05:46: Vielleicht ist es

00:05:47: aber auch regional noch ein Unterschied.

00:05:48: Du bist

00:05:49: aus Hamburg?

00:05:49: Ich komme aus Hamburg.

00:05:50: genau dadurch ist natürlich die... Kerstin

00:05:52: du bist ja sehr aus dem Süden.

00:05:54: Ja ich komme aus Karlsruhe.

00:05:55: Da ist

00:05:56: die Distanz

00:05:58: und nochmal für mich ist es halt ich kann immer mal mit dem Auto in die Heimat fahren ohne groß nen Flug zu buchen und das ganz lange voraus zu planen.

00:06:10: Und auch mit weniger Kosten verbunden dadurch.

00:06:14: Du hast eben gesagt, du hast auch dänische Arbeitszeiten.

00:06:16: Magst du ein bisschen was?

00:06:19: Zu den Arbeitszeichen aber auch was machst du?

00:06:21: Wer bist du?

00:06:23: Ja also ich arbeite im Global Marketing.

00:06:27: Ich habe bisher in zwei großen globalen Unternehmen gearbeitet, beide Original Dänisch, aber sehr global aufgestellt.

00:06:41: Ja ich arbeite hauptsächlich auf Englisch.

00:06:45: Ich spreche Dänisch, aber die Arbeit ist überwiegend auf englisch, weil ich Meetings mit Leuten aus der ganzen Welt habe kann man sagen und auch weil es große Unternehmen sind.

00:06:53: Hier leben hat viele Internationals in Kopenhagen.

00:06:56: da sind viele dabei die einfach gar kein Dänisch sprechen.

00:06:58: Also es sitzen in meinem Office zwischen, ich würde fast sagen, zehn verschiedene Nationalitäten.

00:07:04: Also das ist schon Englisch, ja.

00:07:06: Das ist schon sehr... also klar wenn ich nur mit dänischen Leuten mal zusammen zum Lunch gehe dann sprechen wir dänisch aber die Arbeitssprache oder ja es ist englisch

00:07:15: Ja genau.

00:07:19: Du hast das auch noch in Deutschland studiert?

00:07:21: Ja,

00:07:22: genau.

00:07:22: Also meine gesamte Ausbildung usw.

00:07:25: war in Deutschland gewesen und ich habe auch die ersten ungefähr drei Jahre in Deutschland selbst, wie gesagt, noch gearbeitet.

00:07:35: Schon für einen Scandinavisches Unternehmen aber das war noch in Deutschland und dann jetzt die letzten knapp sieben Jahre arbeite ich

00:07:41: hier.

00:07:42: Und also bist du der Liebe wegen gekommen oder warl es der Arbeit wegen?

00:07:47: Kann man das irgendwie sagen?

00:07:50: Also es war hauptsächlich dann der Liebe wegen, warum ich halt komplett hergezogen bin.

00:07:55: Wie gesagt aufgrund der Arbeit bin ich hier öfter schon gewesen was auch was ich auch immer... Genau, also das fand ich eigentlich ganz aufregend und positiv.

00:08:05: Aber ich glaube, deswegen wäre ich halt nicht komplett hergezogen.

00:08:07: Ich wäre wahrscheinlich öfter hierfür Trips usw.

00:08:10: hergekommen und hätte das auch immer spannend gefunden.

00:08:12: aber ich glaube wir hatten nicht komplett hergezogen nur wegen der Arbeit zumindest vor ein paar Jahren.

00:08:18: Und dann dieses wirklich vollständig Herziehen, das war aufgrund von meinem Freund.

00:08:22: Wenn du nochmal so in die Anfangszeit zurückgehst, gab es da Sachen die leichter gefallen sind beim Umzug oder was vielleicht auch überraschend war, dass es so leicht war in der Anfangszeit hier.

00:08:31: Oder auch umgekehrt gab's Sachen, die vielleicht ein bisschen schwerer gefallen sind und was, womit man nicht gerechnet hätte, was da auf einen zukommt? Wenn du zurückblickst die ersten zwei drei Jahre?

00:08:45: Die Sprache ist natürlich ein großes Thema.

00:08:48: Klar, hier sprechen alle Englisch.

00:08:49: Das heißt man muss nicht von Anfang an perfekt dänisch sprechen.

00:08:52: Ich glaube das wissen wir alle.

00:08:54: Das hat Vor- und Nachteile. Nachteil natürlich auch einfach... Man braucht es nicht unbedingt, um zu überleben, sag ich mal.

00:09:02: Aber es ist natürlich, man fühlt sich einfach schon mehr dazugehörig, wenn man die Sprache spricht und

00:09:07: man

00:09:08: fühlte sich nicht immer wie ein... Wie sagt man?

00:09:11: Jemand der eben nicht dazugehört. Genau richtig. Aber dadurch, dass ich eben den Schwiegerfamilien-Teil hatte war das für mich dann relativ einfach.

00:09:21: Aber ich erinnere schon, dass nach ungefähr einem Jahr da hatte ich schon einen Moment wo ich das am Anfang natürlich ganz motiviert brauche zu lernen und habe mir meine Vokabelgeschrieben usw.

00:09:33: Und irgendwann gab es einen Punkt, wo ich dann so ... das weiß ich noch.

00:09:36: Da hab' ich so ein bisschen innerlich geflucht und dachte, diese Sprache werde ich nie lernen!

00:09:40: Gerade weil die Aussprache ja so anders ist als der schriftliche.

00:09:42: Da hatte ich so einen Moment, wo Ich dacht, warum tue ich

00:09:45: mir das an?

00:09:47: Und dachte okay, das werde ich ja niemals.

00:09:49: Ich werd niemals dazu gehören.

00:09:50: Ich werde niemals dieses Sprach auf Lesen sprechen können... Aber irgendwann gab's so einen Punkt, wo das plötzlich ein bisschen mehr Sinn ergibt.

00:09:58: Die Sprache, aber dann merkt man irgendwann trotzdem die Ähnlichkeit zum Deutschen.

00:10:02: und dann irgendwann gab es einen Punkt wo ich dachte okay... Den ich dann erreicht hatte ab.

00:10:06: dann ging's ein bisschen fließender und wie gesagt hatte ich halt auch, dass sich diesen Familienteil da bin ich dann einfacher mit reingerutscht.

00:10:14: und am Anfang in den ersten Jahren waren alle ganz lieb und freundlich haben für mich auf Englisch geswitched, aber irgendwann hörte das dann auf Learning by doing und ja, learning the hard way.

00:10:28: Zuhause?

00:10:30: Sehr gemischt!

00:10:32: Also unsere Sprache ist halt einfach Englisch, so haben wir uns halt kennengelernt, weil ich irgendwann kandänisch konnte und er spricht Deutsch aber halt gebrochenes Deutsch sozusagen.

00:10:43: Er versplendet sich super mit meiner Familie auf Deutsch, nicht für richtig tiefe Gespräche.

00:10:49: Das heißt wie unsere Spracher schon irgendwie Englische.

00:10:52: Aber wenn wir jetzt mit seiner Familie Freunden zusammen sind, dann sprechen wir Dänisch und wenn wir in einer Familie zusammen sprechen wir Deutsch.

00:10:57: Und wenn wir alleine sind... Englisch-Dänisch?

00:11:01: Ja, also meistens schon noch Englische.

00:11:04: Wenn wir aber zum Beispiel jetzt das Wochenende waren ... ein paar Freunden das ganze Wochen unterwegs haben die ganze Woche in den dänischen zusammen gesprochen, dann sprechen wir auch abends alleine dänisch.

00:11:14: Also irgendwann entwickelt man so seine eigenen komische Gemischungwörter und Sätze also eine Mischung.

00:11:21: Wie hast du das gelernt?

00:11:22: am Anfang richtig diese klassischen Kurse?

00:11:27: Erste Jahr in der Sprachschule abends, das waren eigentlich nach meinem Job.

00:11:32: Das war ziemlich anstrengend weil ich gerade hier einen neuen Job hatte.

00:11:35: wie gesagt davor habe ich ja auch viel auf Deutsch noch gearbeitet.

00:11:38: dann ist mein Leben komplett auf Englisch hat sich gedreht und dann abends dänisch genau.

00:11:45: Das weiß ich.

00:11:46: da hatte ich die eine oder andere mal Kopfschmerzen abends weil es schon anstrend war.

00:11:51: Ich glaube, das hat aber ganz gut diese Basics gesetzt für die Sprache.

00:11:55: Aber dann irgendwann nach einem Jahr ungefähr habe ich aufgehört weil ich dann gemerkt hab okay ich habe jetzt so diese Basic und da merkt man als Deutsch auch wieder den Vorteil dass man da irgendwie dann auch ja anderen Nationalitäten voraus ist in der Sprache.

00:12:10: und dann habe ich irgendwann gemerkt, okay so viel bringt mir das tatsächlich nicht mehr.

00:12:13: Dann ist es besser.

00:12:14: Ich bin zu Hause üben mit meinem Freund, guck fernsehen auf denen ich sitze mit meiner Schwiegerfamilie zusammen anstatt in der Spachschule da.

00:12:22: Irgendwann gab's dann einen Punkt wo ich dachte, jetzt hab' ich so ein Punkt erreicht, wo ich dann lieber anwenden

00:12:30: kann.

00:12:30: Hast du selber eigene Eigenschaften an dir entdeckt die du vorher nicht unbedingt wusstest dass du die hattest was du ins Ausland gezogen bist?

00:12:37: Oder jetzt im Nachhinein denkst du, das hat mir eigentlich geholfen.

00:12:40: Dass ich als Typ so und so bin oder meine Persönlichkeit so ist.

00:12:43: Aber das war mir gar nicht vorher bewusst dass ich das in mir hatte.

00:12:52: Ich glaube dieses alles ein bisschen entspannter sehen.

00:12:57: Ich weiß nicht ob ich sagen würde, dass ich es in mir habe aber mir gefällt das.

00:13:02: Weil wir kennen das alle.

00:13:04: Der Deutsch ist schon manchmal sehr strikt.

00:13:10: Wie kann

00:13:10: man sagen?

00:13:11: Ja, so performant.

00:13:13: Genau, sehr diszipliniert und... Die arbeitet sehr im Vordergrund.

00:13:19: und was auch nach wie vor wahnsinnig wichtig ist und da merke ich schon diesen Unterschied zwischen meiner dänischen Familie manchmal und der deutschen Einstellung dass es einem nicht so leicht fällt dann jetzt auch früh zu gehen und mit etwas anderem also eben nicht auf die Arbeit zu fokussieren.

00:13:36: aber eigentlich ist glaube ich ganz gut das man da dass man dazu ein bisschen gezwungen wird, um eben auch noch andere Dinge als die Arbeit zu haben und zu sehen.

00:13:47: Ich weiß nicht ob das jetzt komplett die Frage antwortet aber das ist auf jeden Fall etwas was es mir ganz gut gefällt in Nachreform immer mal wieder eine Challenge ist, das zu akzeptieren.

00:13:59: Aber das ist ja auf jeden fall was ich eigentlich sehr gut finde.

00:14:02: Ja, ich kann den Zwischbold nachvollziehen.

00:14:04: also manchmal geht's mir auch so, dass ich in meiner Arbeit denke Jetzt lasst uns doch noch die zehn Prozent in das Projekt reinhauen, dass es vielleicht noch eine Stufe besser wird.

00:14:14: Aber die meisten denken, hey ist jetzt gut so wie's is und dann muss man sich manchmal auch selber oder ich mich bremsen, dass sie denken freig vielleicht auch so gut ist

00:14:25: irgendwie.

00:14:26: Was ich ganz spannend finde du hast mal gesagt, du bist ein bisschen anders auf dich hinkriegt.

00:14:30: also du hast in allen drei Sprachen Ja, für euch eine Rolle spielen in der Familie auch.

00:14:36: Englisch-Deutsch, Dänis und

00:14:37: andere Identität.

00:14:39: Ja schon so ein bisschen.

00:14:41: Also weil ich glaube natürlich eben... Weil ich ja nicht darüber nachdenke was ich auf Deutsch so sage.

00:14:46: Da muss ich halt nicht immer im Kopf nach Wörtern suchen oder jetzt inzwischen manchmal schon auch.

00:14:52: Vor allem wenn

00:14:53: man in dem Chaos ist das mehrere Sprachen um einen Rum sind.

00:14:56: aber alles in allem ist es natürlich schon so dass man einfach irgendwie drauf losreden kann, ohne dass ich mir da jetzt großartig Gedanken drüber mache.

00:15:03: Und das ist schon immer noch so.

00:15:05: was, wo man einfach schlagfertiger oder lustiger bin und unnatürlich auch ein bisschen mehr ehrgeiziger.

00:15:23: Im Dänischen ist die Sprache, wie gesagt so.

00:15:25: Ich weiß nicht ob ich da wirklich meine komplette Palette ausfalten kann weil man dann vielleicht irgendwie sprachlich an seine Grenzen stößt.

00:15:33: Schriftlich glaube ich es ist okay aber... Mündlich halt auch und vor allem, also am schwierigsten ist es in so einer Gruppe.

00:15:38: Ich weiß nicht ob du das auch kennst.

00:15:39: aber wenn umso mehr Leute das dann halt an einem Tisch sitzen und es geht so ping-pongmäßig hinterher da würde ich wahrscheinlich auch apropos Sichtbarkeit das Thema was wir dieses Woche als Event hatten.

00:15:50: Ich werde bestimmt zichtbarer im deutschen Kontext wie ich das in dem dänischen wäre weil ja dann habe ich vielleicht jetzt gerade mein Satz gefunden und die sind schon längs wieder irgendwie weiter beim nächsten Thema so ungefähr.

00:16:02: Und lustigerweise in Englisch ist es ganz oft so, dass ich wenn ich so fluche oder so mache.

00:16:07: Ich habe Ästen auf Englische.

00:16:10: Verzeihlicher?

00:16:12: Ich weiß auch nicht, aber ich hab manchmal das Gefühl, es hört sich irgendwie fast härter an.

00:16:15: Also Englischer kann sich schon echt richtig hart hören, wenn man so flucht.

00:16:19: Aber irgendwie ist es mehr ... Wenn ich mich dann so mal irgendwie ausrechte,

00:16:23: kommt es irgendwie im Englischen durch und ich weiß

00:16:25: auch nichts.

00:16:26: Ja also ich glaube schon ja, dass das sich in irgendeiner Weise

00:16:30: Ein bisschen auf die

00:16:31: Ideen steht.

00:16:33: Und natürlich auch mein Mann ist Australier und die reden ja tendenziell nicht ganz so viel über die Arbeit, also manchmal muss ich das dann auch irgendwie akzeptieren dass er vielleicht jetzt nicht soviel nachfragt, wo ich da auch am Anfang bestimmt öfters mal enttäuscht war dass er mich so gar nicht fragt, was ich den acht Stunden auf meine Arbeit mache oder so.

00:16:54: Oder nicht dann so mitverfolgt wenn ich eine große Deadline hatte.

00:16:59: Da ist jetzt nicht unbedingt so viel Nachfrage und das kommt mal schnell mal als Desinteresse rüber.

00:17:04: aber aus Ralia generell fragen sich nicht so viel über ihr Beruf leben weil es halt einfach irgendwie mehr zählt außerhalb des Berufs noch nicht.

00:17:12: Ich glaube bei Dänemark habe ich immer das Gefühl, die sind so ein bisschen in der Mitte.

00:17:15: Also ich glaube Deutschland ist vielleicht das andere Extrem auf der Skala und Dänemark ist irgendwo dazwischen.

00:17:21: was glaube ich eben eigentlich ja ganz gesundes weil ich finde nämlich schon auch dass wenn man sich gar nicht also sogar nicht irgendwie in den beruflichen Kontext reingeht kennt man ja eigentlich auch nur die Hälfte von dem Menschen weil ich meine ob du's willst oder nichts verbringst so viel Stunden damit und irgendwie beregt es dich dann doch Toi, toi, toi.

00:17:40: Die meisten haben sich dann hoffentlich den Beruf ja dann doch auch freiwillig ausgesucht oder basierend auf ihren Stärken oder Vorlieben eben im Marketing vielleicht ein bisschen kreativer zu sein oder was es auch immer sein mag.

00:17:52: Deswegen habe ich schon das Gefühl... Also für mich gehört das irgendwie Hand in Hand.

00:17:59: Aber es ist halt eben auch da muss ich mich öfters mal dran erinnern dass es halt in anderen Kulturen einfach anders handhaben und dass das nicht unbedingt etwas Persönliches

00:18:07: ist.

00:18:09: Ich fand das jetzt spannend, von euch beiden zu hören.

00:18:13: Dass einerseits Arbeit eine Identität ausmacht und dann aber was Neues dazu kam, dass plötzlich vielleicht auch mehr Zeit ist für das andere Leben?

00:18:21: Und dass es das auch galt zu entdecken... Also machst du etwas Neues hier in Leningrack wenn du mehr

00:18:28: Zeit

00:18:29: für Freizeit hast oder Privatleben?

00:18:32: Ja also ich fand ja schon am Anfang auch interessant, der Standard, dass man früher nach Hause geht und dann auch sein Privatleben hat.

00:18:44: Und wenn man dann auch länger bei der Arbeit sitzt, dann wird man fast angeguckt und sagt was machst du noch hier?

00:18:49: Warum hast du keine Hobbys?

00:18:51: Hast du keine Freunde oder Familie?

00:18:52: Also das ist jetzt extrem besagt.

00:18:54: aber so ist es schon.

00:18:56: also habe ich das zumindest viel wahrgenommen und man kann das auch sehen.

00:19:00: Ich hab zwei verschiedene Offices bisher hier gearbeitet.

00:19:03: Oder nach vier Uhr muss man seine Karte von Tür zu Tür nehmen.

00:19:06: Und danach sind die zu, ab vier Uhr.

00:19:08: Also nur um das zu zeigen und ab fünf Uhr braucht man den Code, um durch die Türen jeweils zu kommen vom Office-zu-Office.

00:19:15: Es ist schon nicht nur ein paar Leute bei denen das so ist.

00:19:18: Das ist wirklich generell hier.

00:19:21: Ist es noch früher oder ist es dann

00:19:23: schon gleich?

00:19:25: Ich habe immer nur mit flexiblen Arbeitzeiten gearbeitet.

00:19:29: Das wird wahrscheinlich etwas unterschiedlich sein Von Unternehmen zu Hause?

00:19:34: Genau, richtig.

00:19:35: Da wird es wahrscheinlich schon...

00:19:36: Macht man hier noch Homeoffice eigentlich?

00:19:40: Ja ich habe jetzt auch Homeoffices, also zwei Tage die Woche dürfen wir von zuhause aus arbeiten.

00:19:45: aber das wird finde ich sehr unterschiedlich gehandhabt.

00:19:50: Ich hab so drei große Arbeitgeber in der Zeit und Bei dem Ersten war ein Werbeagentur und da geht es schon auch nochmal anders zu.

00:19:59: Da war keine Chance vor fünf Uhr zu gehen, deswegen hatte ich irgendwann, als ich dann meine Kinder bekommen habe, gesagt das gibt jetzt irgendwie einfach nicht mehr, es hängt irgendwie nicht zusammen.

00:20:07: Und dabei selbst zu Corona-Zeiten war der Homeoffice nicht wirklich... Also da kann ich mich noch erinnern, dass wir auf meinem Fahrrad wie so eine Geisterstadt hier in Kopenhand als Einzige zur Arbeit gefahren sind ungefähr weil bei denen halt einfach ... So schlimm kann es nicht sein, ihr kommt alle ins Büro und lasst die Liste durch da testen.

00:20:24: Also ihr musst uns dann einfach jeden Morgen testen lassen

00:20:26: in dem Büro.

00:20:28: Und bei meinen zweiten Arbeitgeber hatten wir am Anfang flexibel bei Arbeitszeiten und eben Homeoffice aber das wird dann irgendwann abgeschafft.

00:20:36: Jetzt wirklich.

00:20:37: also ich bin sehr dankbar dass sich jetzt wo gelandet bin, wo das wieder möglich ist Ja, das macht eben da auch einfach den Alltag ein bisschen entspannter wenn man weiß dass man diese Flexibilität

00:20:51: hat.

00:20:51: Und ich meine die meisten Tage bin ich dann eigentlich trotzdem irgendwie im Büro weil meine Tochter nicht so weit davon entfernt von meinem Büro in zur Schule

00:21:00: geht.

00:21:01: aber einfach zu wissen dass die Möglichkeit da ist macht einfach schon so viel aus.

00:21:07: Bei dir ist

00:21:08: es auch so?

00:21:09: Die Möglichkeit ist

00:21:10: da?

00:21:10: Zwei Tage die Woche arbeite ich meistens von zu Hause oder halt flexibel, wo man sozusagen möchte.

00:21:16: Also wir haben so eine Dreitage-Office-Policy und davon haben wir zwei Tage, wo wir sagen okay da kommt das ganze Team was ich auch gut finde dann sind alle anwesend und der Rest ist flexibel.

00:21:31: Und Imka hast du eigentlich ein neues Hobby angefangen seit du

00:21:34: jetzt den Kopf mal anmüsst oder

00:21:35: irgendeine andere?

00:21:39: Ich war ja das Glück

00:21:40: dass mein Leben gerade mein Hobby ist tatsächlich

00:21:43: Aber das ist doch mal eine schöne Überschrift.

00:21:45: Ich glaube, so sollte der folgenden Titel sein!

00:21:49: Ich mache

00:21:50: einen Deppi, was viele ja natürlich nach der Schule machen oder während des Studiums.

00:21:55: Habe ich jetzt tatsächlich ein bisschen Zeit?

00:21:57: Hab einen Job beendet und genau mir die Zeit genommen bis ich hier wieder richtig arbeite um zu fühlen wie es dann in Kuppenhagen ist, in Dänemark.

00:22:09: meine Söhne leben ja hier Genießt es, wenn ich mit denen mal Zeit haben kann und ich liebe es mich zu bewegen.

00:22:18: Also meine dänischen Momente sind zum Beispiel, wenn Ich ja auf Ammar, das ist ja so ein südwestlicher Teil der am Meer ist Zu Beobachten vielleicht sogar mal zu zählen wie viele Sportarten hier gemacht

00:22:30: werden

00:22:32: Allein Wassersportarten wegen vollen Segeln Paddern Patteln Kajakfahren Zappen.

00:22:43: Dann kommt man zum Meer, da wird getaucht und auf den Wegen wird gelaufen.

00:22:48: Und auch von jung und alt mit Kinderwagen oder um und so weiter.

00:22:53: Das mag

00:22:53: ich sehr.

00:22:54: Also

00:22:54: das finde ich gerade richtig schön.

00:22:56: Ansonsten natürlich versuche ich Gelegenheiten zu finden mein Dänet irgendwie zu verbessern.

00:23:03: Genieße die großartige

00:23:05: Kaffeekultur.

00:23:07: Also lerne viele Cafés kennen und habe mich schon mit ganz vielen Kümmern getroffen inzwischen, also das ist ja auch der Zusammenhang der uns so zusammenführen.

00:23:20: Ja und ich hab auch schon gesagt eigentlich habe ich keine Zeit mehr zu arbeiten.

00:23:23: Ich

00:23:25: genieße es gerade.

00:23:26: So viel spannende Projekte.

00:23:29: Und

00:23:30: es beruhigt mich natürlich zu hören

00:23:33: Ja,

00:23:33: es auch so ist das man das auch so vorsieht.

00:23:35: Dass man ein Privatleben

00:23:37: hat und

00:23:38: dass man Hobbys hat, dass man Sachen macht neben der Arbeit.

00:23:42: Mein Job hat mir immer gefallen und ich möchte auch natürlich arbeiten oder irgendwie Geld verdienen mit etwas was ich auch sinnvoll finde.

00:23:50: Natürlich aber ja auch gerne andere Dinge tun.

00:23:55: Es gibt viele unendlich viele Möglichkeiten diese ganzen, weil ich hast du auch mal darüber erzählt die Kreativmöglichkeiten

00:24:02: zu

00:24:03: basteln und so.

00:24:03: Haben wir auch in unserem Netzwerke immer mal wieder Angebote, gefällt mir auch alles sehr.

00:24:08: Und freue ich mich dass ich das ausprobieren

00:24:09: kann.

00:24:10: Ja hier gibt es viel Creative Spaces.

00:24:14: Hast du das schon ausprobiert?

00:24:17: Tassen bemalt!

00:24:21: Basenbemalt ist ... Ich weiß nicht ob das gibt's sicherlich auch woanders... Also in Hamburg gibts das auch zum Beispiel.

00:24:28: Das ist vielleicht jetzt nicht nur dänisch aber Hier wird das glaube ich schon viel genutzt werden.

00:24:35: Also was

00:24:36: mir auffällt jetzt, der Sommer war toll, es war warm

00:24:40: und es

00:24:40: gab so viele schöne Momente.

00:24:42: Ich finde auch die Stadt unterscheidet sich ob jetzt des Wochentags ist.

00:24:45: also jetzt wieder vor allem am Ende des Sommers oder im Wochenende sind zu viele Kinder mit draußen Eltern mit ihren Kindern.

00:24:52: Es

00:24:52: gibt an jeder Ecke irgendeinen Flohmarkt oder irgendein Fest wo dann auch ein Feuer brennt oder gegründet.

00:25:01: Das finde ich schon sehr beeindruckend.

00:25:03: Das erwartet man nicht, wenn man von der Großstadt hört und denkt, ich lebe in einer Großstadt.

00:25:09: Es ist sehr grün und gibt viel draußen.

00:25:12: Aktivitäten

00:25:13: für mich.

00:25:14: Ja, ich finde die Größe ist irgendwie so perfekt.

00:25:16: Es ist groß genug und man merkt halt dass es eine Hauptstadt ist.

00:25:18: also alle tollen Angebote sind mehr oder weniger hier eben auch das größt große Künstler.

00:25:26: auch wenn sie nach denen immer kommen, kommen sie natürlich auch in der Regel hierher.

00:25:29: Also ich find da aber es ist immer noch klein genug dass man überall eigentlich hin laufen oder mit Fahrrad fahren kann dann immer noch alles so nebeneinander ist, dass auch der Transport jetzt keine große Hürde darstellt.

00:25:44: Also da hat man sich das Gefühl und man lebt irgendwie auf der einen Seite und sieht dann nicht die andere oder sowas.

00:25:51: Das lässt sich alles irgendwie noch gut miteinander verbinden mit dem Metrosystem und so.

00:25:55: Es ist eine schöne Größe für eine Stadt!

00:25:59: Und auch noch viel Natur.

00:26:00: Viel Wasser, viele Grünen, viele Parks.

00:26:06: Und was machst du dann noch so?

00:26:07: Also du hast Creative Space

00:26:09: mal ausprobiert und sonst

00:26:10: machst du irgendwie mit deinem

00:26:12: Freund oder man

00:26:13: macht Sachen zusammen, oder eher mit Freunden nennen.

00:26:17: Sehr gemischt würde ich sagen.

00:26:19: Ich versuche da so eine Balance zu halten.

00:26:24: Wir gehen relativ viel zusammen laufen zum Beispiel.

00:26:27: Da wird man ja hier angesteckt wie du eben für mein bist wenn man nicht läuft.

00:26:31: Dann fühlt man sich ja direkt schlecht!

00:26:35: Nein, das versuchen wir schon.

00:26:36: Natürlich mache ich das auch alleine.

00:26:37: aber das ist was, dass wir versuchen zusammenzumachen.

00:26:40: Wir haben beide auch ein Rennrad und er ist da viel mehr aktiv als ich.

00:26:42: Meinst du es steht ein bisschen mehr als seins?

00:26:47: Aber das haben wir schon häufiger versucht zusammen zu machen mit einem Hund, der natürlich Zeit braucht.

00:26:54: Das so ein gemeinsames oder Familienhobby ist, kann man ja sagen!

00:26:58: Wir haben einen Garten, der auch ein bisschen Zeit in Anspruch nimmt also da gibt's schon eine

00:27:02: Menge.

00:27:03: Diese

00:27:05: Gärten können echt viele Schriften verschlingen.

00:27:08: Ja, also das ist ein einfacher Garten aber mir macht es schon auch Spaß.

00:27:11: Ich habe dann eine Hochbeete und hab da ein bisschen Gemüse angepflanzt.

00:27:16: Das vielleicht ganz schlau?

00:27:17: Weil das fällt mir zum Beispiel auf wenn ich mal einen Moment nehme wo ich denke da fehlt was an Dänemark.

00:27:24: Dann ist die Marktkultur.

00:27:26: Also die mit zu Hause sehr gewohnt bin und ich liebend so auf den Markt gehen muss frisches Gemüsekaufen.

00:27:31: So kriege ich sofort Ideen

00:27:32: oder Lust was

00:27:33: zu kaufen.

00:27:34: Und hier ist es doch eher in Plastik

00:27:38: eingewickelt und

00:27:40: ich weiß, es gibt inzwischen so ein paar Märkte.

00:27:41: Habe ich ja auch ein bisschen schlau gemacht.

00:27:43: Aber das ist

00:27:45: tatsächlich eher so ein bisschen

00:27:47: zu wenig für

00:27:47: mich.

00:27:48: Ich glaube, dass geht uns vielen Leuten so.

00:27:49: Das ist glaube ich auch an der Kopenhornistas-Gruppe ein häufiges Thema was ich zumindest ein paar Mal schon gelesen habe, gerade neu zugezogen, da sind immer wieder Fragen wo findet man denn hier einen

00:27:58: Markt oder Biomarkt?

00:28:00: Biomarks?

00:28:00: genau weil das halt... Ja!

00:28:03: Ich glaube, in Deutschland ist das schon sehr mehr ausgeprägt.

00:28:06: Aber wie du schon sagst es gibt's ja auch hier.

00:28:09: man muss nur ein bisschen mehr

00:28:11: suchen

00:28:11: und wissen wo genau?

00:28:13: Hast du noch irgendein anderen also von der Sprache so ein bisschen was erzählt dass du einen Moment gab gab es auch sonst nochmal so einen Moment wo du gesagt hast ach

00:28:22: eigentlich wäre ich

00:28:23: warum sind wir nicht in Deutschland?

00:28:25: oder warum bin ich hergekommen im Moment?

00:28:32: Also ich glaube Mein Freund war auch immer interessiert an Deutschland.

00:28:38: Er kann sich auch sehr gut vorstellen, woanders zu leben und das muss nicht nur Deutschland sein.

00:28:41: er fand Deutschland immer interessant aber es hätte auch ein anderes Land sein können.

00:28:45: also ist nicht dass er da nicht offen für war hatte mehrere Gründe.

00:28:50: seine Mutter war sehr sehr krank die liebt jetzt mittlerweile nicht mehr aber das war so auf ein paar Jahre noch der Grund warum man nicht unbedingt weg konnte oder zumindest eine Nähe seien musste, sag ich jetzt mal.

00:28:59: Das war schon auch ein Grund und bei mir... Ich war einfach flexibler dadurch dass ich eben auch diese Arbeit hier hatte weil das für mich einfacher hier mich zu integrieren und einen Job zu finden und hierher zu wechseln.

00:29:11: Das lag einfach mehr auf der Hand, dass ich herkomme.

00:29:17: Und noch ein anderer Familiengrund ist, dass mein Elternhaus, dass meine Eltern selbst auch umgezogen sind von ein paar Jahren.

00:29:25: Wo ich herkomme, wie gesagt aus der Nähe von Hamburg.

00:29:28: Dass mich da irgendwann auch gar nicht mehr so viel gehalten hat.

00:29:32: Ich glaube das war diese Kombination als verschiedenen Faktoren was relativ klar war dass es ich herkomme.

00:29:40: und genau meine Eltern die sind sogar noch dicht an die dänische Küste gezogen eben jetzt in Hallinghafen sagt ihr vielleicht etwas du kommst ja auch sehr aus dem Norden Gar nicht so weit weg.

00:29:54: Das kann man noch gut verbinden, denke ich.

00:29:56: Genau.

00:29:56: Dann können Sie innerhalb von Deutschland fast länger weiter wechseln?

00:30:00: Ja!

00:30:00: Wenn ein München wohnen würde oder so wäre es noch weiter weg.

00:30:02: Ja richtig ja.

00:30:04: Aber das ist schon so dass er jetzt sagt, jetzt ist es hier.

00:30:08: Oder seitdem?

00:30:09: Also ich würd sagen... Es ist schwer in Zukunft zu gucken und niemals nie sagen.

00:30:14: Und wenn man das so perspektivisch sieht Sind wir auch noch jung?

00:30:19: Ich würde niemals nie sagen, aber vor vier Jahren haben wir ein Haus gekauft.

00:30:26: Das kann man jederzeit verkaufen.

00:30:27: Aber wie gesagt, ich bin relativ gesettelt und denke, wir sind hier gesettlt.

00:30:31: Wer weiß...

00:30:35: Genau, Hausverkauf ist ja so bisschen wie Jobs.

00:30:38: Es ist auch hier flexibler.

00:30:42: Und Apropos Job!

00:30:43: Du hast vor Kurzem einen neuen Job angefangen.

00:30:45: Gefällt es dir gut?

00:30:46: Ja, doch.

00:30:49: Mir gefällt es echt gut.

00:30:52: Manchmal habe ich das Gefühl, ich bin da schon Ewigkeiten und manchmal habe ich dann natürlich schon noch Momente, wo ich denke okay... Ich weiß gar nicht!

00:30:59: Aber ich glaube, ich hab mich ganz gut angelebt schon.

00:31:02: Es war ein relativ einfacher Wechsel.

00:31:05: Die Industrie ist ein anderer aber das Setup von globalen Unternehmensstruktur ist relativ ähnlich.

00:31:12: Das heißt, ich habe schon ein bisschen dieses Stakeholder, verschiedene Stakeholders.

00:31:16: Das ist sehr ähnlich und dadurch hat war das ein bisschen einfacher für mich.

00:31:23: Ja, aber mir gefällt es bisher sehr gut.

00:31:24: Sehr schön!

00:31:25: Dann hast du das über

00:31:26: einen Netzwerk

00:31:27: bekommen?

00:31:27: Oder hast du dich geworfen

00:31:31: jetzt klassisch?

00:31:32: Beides würde ich sagen.

00:31:33: Das waren die Kombinationen hier wieder.

00:31:35: Ich habe mich ganz klassisch beworben und es war eine offene Position, die ausgeschrieben war, die ich einfach ja online gesehen habe gefunden habe.

00:31:41: Das Unternehmen fand ich schon interessant.

00:31:42: Ich habe so einen Job-Alert bekommen, als die Position ausgeschrieben wurde.

00:31:48: Darauf habe ich mich dann ganz normal klassisch beworben und Bewerbungen geschickt.

00:31:53: Ich kannte aber jemanden, der bei meinem Unternehmen, wo ich da vorgearbeitet hab jetzt dort arbeitet... ...und den habe ich kontaktiert und gesagt kennst du zuverdicht den Manager?

00:32:03: Der einstellt und er kannte den.

00:32:05: und dadurch konnte ich dann auch noch mal direkt Kontakt aufnehmen zu dem Manager und sagen hier.... Ich habe eine Bewerbung geschickt.

00:32:12: Mit so einem Kaffeemüll?

00:32:14: Hätte man machen können, das ist ja sehr typisch hier!

00:32:18: Das war tatsächlich einfach überlegt in, weil wir uns so kannten... ich habe einfach geschrieben hier kennst du den Manager und dadurch war das eine Sache von fünf Minuten.

00:32:25: aber sonst hätte es natürlich auch sein können.

00:32:27: Du wirst

00:32:28: jetzt was, was ich ganz neu hier gehört hab dass man wirklich einen Kaffee

00:32:30: will oder so.

00:32:31: Ja doch sehr, ja das ist sehr

00:32:33: kaffee.

00:32:37: Mein Freund hat jetzt auch einen, der fängt auch nächsten Monat neuen Job an.

00:32:42: Und er hat den Job über ein Koffee mitbekommen.

00:32:44: Das sind natürlich alte Kollegen, mit denen er da vorzusagen gearbeitet hat.

00:32:47: Die haben auf eine Position gehabt und haben auch an ihn gedacht und gesagt hier wollen wir nicht mal einen Koffe mithaben.

00:32:53: Der hatte gar kein offizielles Jobinterview.

00:32:54: das war wirklich dann... die kannten sich halt schon, die haben zusammengearbeitet.

00:32:59: Also es ist ja verbreitet.

00:33:01: Ja, sehr verbreitert und eben halt auch einer meiner Hauptmotivationen damals kümmern und ist das zu gründen dass man da irgendwie noch näher aneinander rückt und sich gegenseitig unterstützen

00:33:11: kann

00:33:12: als noch eine Quelle zusätzlich her.

00:33:15: Ich glaube das sind schon echt viele Verbindungen entstanden und auch jobtechnisch.

00:33:21: Ich kenn jemanden hier.

00:33:22: kannst du mir einen Kontakt nennen?

00:33:25: Das ist schon sehr... Du bist schon

00:33:27: lange auch Teil der Kühlmannisters, ne?

00:33:29: Das ist ziemlich am Anfang.

00:33:32: Das erste Mal war ich zu dem Juli-Frohkost letztes Jahr dabei.

00:33:35: Da muss das gleiche Event gewesen sein!

00:33:37: Ja da war ich das erste mal dabei.

00:33:39: Das

00:33:40: war der Vertrag, wo wir anschließend die

00:33:43: Juli Frohkocht haben.

00:33:43: Es war ja auch die Zeit, wo es dann wirklich so richtig angefangen hat.

00:33:46: Ich hatte ja ein Jahr... wo wir, also ich bin ganz am Anfang gestartet, sieh mir vielleicht mit drei oder vier.

00:33:52: Und dann waren wir irgendwie so bei zwanzig, fünfundzwanzig sowas in die Richtung.

00:33:56: und dann hatte ich gedacht, naja solls das jetzt auf Instagram stellen?

00:34:00: Oder nicht!

00:34:00: Aber ich dachte ursprünglich, vielleicht werde ich es nicht so nischenmäßig erreichen.

00:34:05: Also ich meine ist ja schon sehr... Das ist ein sehr begrenztes Publikum, das ich meine sowohl Deutsch, Inkopenhagen und Frauen.

00:34:15: Aber ich dachte...

00:34:15: Trotzdem größer als man denkt?

00:34:17: Ja

00:34:17: eben!

00:34:18: Ich habe ja nichts zu verlieren, ich mache es jetzt einfach und dann ist es wirklich explodiert ab da.

00:34:22: Es ist wirklich toll und dann hat sich das so weiterverbreitet ganz viel organisch.

00:34:28: Ich meine jetzt erreichen mich nicht mehr ganz so viele Nachrichten über Instagram, dass jemand dabei sein will wie vorher.

00:34:32: Weil ich glaube natürlich der Großteil hat es jetzt irgendwie mitbekommen aber nicht so.

00:34:35: trotz gibt immer noch immer mal wieder immer noch neue.

00:34:40: Ich hatte tatsächlich auch bei meinem neuen Job einen Kollegen.

00:34:44: Ja, kein direkter Kollege aber wir haben uns halt kennengelernt und der ist tatsächlich auf Deutsche.

00:34:49: Und die sind erst vor eineinhalb Jahren hergezogen und er hat mir erzählt dass seine Frau gerade im Job sucht.

00:34:54: Dann hatte ich tatsächlich erzählt Ich kenne da ein Netzwerk und dann hatte ich ihm einen Link davon geschickt.

00:34:59: Ich habe gesagt hier schreibt mal Kerstin und dann fügt sie sich in die Gruppe hinzu und geht es jetzt aufteilen.

00:35:04: Ja

00:35:04: sehr schön!

00:35:05: Ich hab auch das über meinen Mann erfahren, der das auf Instagram gesehen hat... ...und dann bin ich an den Link gefickt.

00:35:09: Hatte

00:35:09: ich von Dörr gar nicht mehr dran erinnert?

00:35:13: Echt schön.

00:35:14: Schön zu wissen, dass es hier so ein Netzwerk gibt und man niederschwellig fragen kann ohne die Sprache gleich können.

00:35:21: Und auch einfach Tipps- und Tricks das teilen.

00:35:27: Eine Abschlussfrage noch Julia?

00:35:30: Gibt's eine Sache wo Leute immer wieder überrascht sind wenn du das erzählst oder so?

00:35:37: Kann irgendeine Erfahrung sein oder irgendwas was du mal gemacht hast?

00:35:41: wo du das Gefühl hast,

00:35:42: nicht unbedingt dass die Leute dich unterschätzen.

00:35:44: Aber gibt es irgendeine Sache, wenn du das erzählst?

00:35:46: Dass die dann Leute jemanden denken, oh wow!

00:35:48: Das hätte ich jetzt nicht erwartet.

00:35:50: Also kann sowohl klein als auch groß sein aber gibt's irgendwas?

00:35:55: Wurde immer merkst, das hätte ich gar nicht gedacht.

00:36:05: Muss ich kurz überlegen.

00:36:09: Pausen können wir raus schneiden.

00:36:16: Also kein ganz konkretes Beispiel, aber das finde ich schon auch so ein Learning was ich gerne auch irgendwie erzähle wenn mich jemand fragt wie ist es denn in Dänemark oder auszuwandern.

00:36:24: Viele haben ja auch so einen Bild.

00:36:25: vielleicht ist es auch nur in meiner Bubble so ein Bild da bin ich mir nicht ganz sicher Aber viele denken ja schon so oh ja in Däne mal ganz genau nachher alles ist besser Hier funktioniert alles auch gerade das online ist natürlich ein Thema was viel auch Kritik in Deutschland hat Was man somit bekommt.

00:36:43: Hier sind viele, viele Dinge bestimmt besser, wo man sich von lernen kann.

00:36:46: Aber hier ist auch nicht alles perfekt und das finde ich so ein Punkt, was man manchmal, finde ich vielleicht vergisst dass hier genauso Probleme sind.

00:36:54: Hier sind genauso Wartezeiten für verschiedene Dinge.

00:36:57: Hier gibt es auch Krankheiten.

00:36:58: Hier kommt auch einen Alltag mit seinen Vornachteilen.

00:37:03: also es ist nicht alles Perfekt hier Und gerade wenn man nach einer gewissen Zeit so bisschen Wenn man so ein bisschen vorüber geht, dann merkt man schon auch hier ist nicht alles perfekt und besser.

00:37:16: Man muss genauso seinen Weg finden.

00:37:19: Das muss man natürlich überall.

00:37:21: Aber da gibt es eben auch Herausforderungen auf jeden Fall.

00:37:26: Ich habe irgendwann mal gelesen, dass man den Boden unter sich ändern kann aber der Himmel kommt irgendwie trotzdem mit.

00:37:34: also du bringst deine Persönlichkeit ja trotzdem irgendwo wieder in einen neuen Kontext.

00:37:39: Man ist ja da trotzdem irgendwie so, wie man isst und das dann können Herausforderungen die man theoretisch vorher schon hatte irgendwo anders unter Umständen nicht unbedingt aber unter umständen können.

00:37:50: Die dann immer noch da sein weil man halt dann ja auch teilweise einfach seine Unsicherheiten oder was es auch immer ist dann hier trotzdem irgendwie auch mitnimmt irgendwo anders.

00:37:59: Deswegen nur wenn man jetzt in ein anderer Plattform zieht verändert sich nicht unbedingt direkt

00:38:03: alles.

00:38:05: Denke ich mal, wenn ich mit meiner Familie darüber spreche.

00:38:08: Die haben auch gerade noch meine Großelternseite ... die haben denen halt wie gesagt viel so als Urlaubsland im Kopf und denken dann achja ihr habt ja schön bei euch scheint ihr die Sonne hier habt ihr das mehr?

00:38:21: Ja natürlich haben wir das!

00:38:22: Und ich nutze tatsächlich auch sehr viel und bin viel viel mehr im Meer unter der Woche sehr häufig und gehe mir eine Abende spazieren und es ist wunderschön.

00:38:30: das hilft bestimmt eine noch mehr Natur Balance zu haben.

00:38:33: aber trotzdem gibt's Dafür eine andere Herausforderung und das macht nicht, macht es vielleicht ein bisschen leichter.

00:38:40: Aber trotzdem ist nicht alles perfekt oder besser.

00:38:45: Das ist schon, ja, kam mir zu dem Kopf.

00:38:48: Ja?

00:38:50: Ich habe vielleicht

00:38:51: auch eine abschließende Sache nochmal.

00:38:53: Gibt's etwas was du der jüngeren Julia, also dein Jüngerin ich sagen würdest?

00:39:01: Also... der Julia, die vielleicht die Idee hat.

00:39:06: Vielleicht könnte ich auch mal anders leben?

00:39:08: Würdest du ihr einen Rat

00:39:09: geben

00:39:13: oder ist es das schon

00:39:13: so?

00:39:14: Ja, also glaube ich wäre vielleicht fast... Das hätte ich gerade fast wieder genannt dass dann nicht alles einfach plötzlich besser ist, dass man einfach irgendwie denkt okay jetzt ziehe ich hier um und dann ist alles gut.

00:39:24: nein, das ist nicht der Fall.

00:39:27: Und schon auch Ich finde schon auf die Sprache schon wirklich wichtig.

00:39:30: Also ich finde das hilft viel auch noch ernster genommen zu werden, noch mehr Teil... Ja.

00:39:38: Das finde ich schon echt wichtig!

00:39:40: Ich weiß dass es für viele nicht einfach ist und das kennen wir alle.

00:39:46: Aber das ist schon wichtig wenn man zumindest langfristig bleiben möchte.

00:39:51: Wenn man für ein Jahr irgendwo hingeht dann ist das nicht unbedingt notwendig gerade weil man hier wirklich gut in Englisch klarkommt.

00:39:56: aber wenn man so eine langfristige Perspektive hat finde ich ist das schon sehr wichtig um noch brauchst du ein bisschen mehr Respekt irgendwie zu integrieren.

00:40:06: Also darauf, sich zu fokussieren oder zumindest die Motivation haben Sprache zu lernen.

00:40:13: Zumindest immer langfristig plant und offen sein.

00:40:19: Und sowas wie Netzwerke in Anspruch nehmen das ist schon wichtig sie auszutauschen.

00:40:25: Offensein meinst Du im Bezug auf...

00:40:28: Auf alles.

00:40:28: im Grunde würde ich fast sagen Hinweise und Tipps von Leuten anzunehmen.

00:40:34: Und auszuprobieren, weil sonst isoliert man sich halt auch schnell.

00:40:38: Das ist dann ja auch schon... Man muss halt auch sein Netzwerk hinaufbauen, Freunde, Familie neu kennenlernen.

00:40:43: Da hilft das auf uns zu sein.

00:40:47: Ja,

00:40:48: sehr

00:40:49: schön!

00:40:49: Vielen lieben Dank für deine Zeit.

00:40:52: Hat Spaß gemacht.

00:40:56: Super

00:40:58: Ja.

00:40:58: dann danke,

00:40:58: dass ihr euch zugehört habt heute.

00:41:00: Wir hoffen es hat euch

00:41:01: genauso gut gefallen wie uns

00:41:03: und wir sehen uns

00:41:04: dann nächste Woche wieder!

00:41:16: Das war dazwischenankommen der Kübenhornisterspodcast.

00:41:20: Danke das du uns zugehört hast und danke an unsere Gästen für ihre Offenheit und ihre Geschichte.

00:41:27: Wenn dir diese Folge gefallen hat Dann erzähl gerne anderen davon Und vielleicht hören wir uns beim nächsten Mal wieder wenn eine weitere Kübenhornister ihre Geschichte mit uns teilt.

00:41:36: Bis dahin

00:41:37: Habe es gut,

00:41:38: wo auch immer du gerade bist zwischen aufbrechen

00:41:41: und ankommen.

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